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Mit dem Reisebus in die Römerzeit - Latein-Exkursionen nach Köln

Um die Spuren römischen Lebens bis in unsere Breiten sich unmittelbar vor Augen zu führen, fahren die Schülerinnen und Schüler der Latein-Kurse jeweils in der 6. und 8. Klasse nach Köln.

Bereits wenige Monate nach Beginn ihrer Lateinkurse können Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse die ersten erworbenen Kenntnisse im Römisch-Germanischen Museum in Köln einem Praxistest unterziehen. So gilt es, einzelne lateinische Wörter auf Grabsteinen zu erschließen und zu übersetzen sowie das Wissen um römische Kultur und Lebensart zu nutzen. Denn im Zuge der abwechslungsreichen Führung durch das Museum eröffnen sich viele interessante Einblicke in den Alltag im römischen Germanien. Wie schminkte sich eine römische Frau von Welt? Welche Vorläufer heutiger Fußballfanartikel wurden rund um die Wettkämpfe in den römischen Arenen angeboten? Wieso galt es als Zeichen eines besonders guten Gastgebers, wenn am Ende eines Festes viele verschiedenartige Speisereste großzügig auf dem Mosaikboden verteilt lagen? Und welches "kölsche Mädche" brachte es bis zur römischen Kaiserin und Namensgeberin der Stadt?

Dabei zeigt sich das Lateinische und das Leben der Römer als sehr viel lebendiger, als so manches Vorurteil einen glauben machen will - oder um es mit den Worten einer Schülerin zu sagen: "Die Römer sind eigentlich so wie wir - bis auf die Elektrizität." 

 

 

 

 Auch die Achtklässler der Lateinkurse reisen immer wieder an den Rhein, um sich mit der Geschichte Kölns als Zentrum römischen Lebens in Germanien zu befassen. Die Römer, die sich dort ansiedelten, und der Handel brachten beispielsweise Schmuck, Gebrauchsgegenstände und Nahrungsmittel aus den entlegensten Winkeln des Imperiums ins Rheinland und gaben der Stadt bereits damals einen multikulturellen Charakter. Aber nicht nur Handelsgüter, auch kulturelle Einflüsse wie der aus dem Osten stammende Mithras-Kult sowie das Christentum beeinflussten die Stadtgeschichte und geben Köln - einem der Museumsführer nach - bis heute ein gewisses mediterranes Flair.